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SACHPROGRAMM GRAZER BÄCHE
rund 70 Millionen Euro für den Hochwasserschutz in Graz

Das "Sachprogramm Grazer Bäche (SAPRO)" ist ein auf rund zehn Jahre angelegtes Programm der Stadt Graz, in enger Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark und dem Bund.

Mit diesem Programm sollen ein bestmöglicher Hochwasserschutz und eine Verbesserung der Ökologie sowie der Naherholung an den Grazer Bächen erreicht werden.



 

Projekte und Maßnahmen


Präsentation SAPRO


AnsprechpartnerInnen





Problemstellung

In der Stadt Graz gab es schon seit jeher Hochwasserkatastrophen. Dokumentierte Hochwasserereignisse reichen zurück bis 1573 (Grazbach).

Die unlängst aufgetretenen Hochwässer verhärten die Annahme, dass es zukünftig aufgrund klimatischer Änderungen zu einer Zunahme von Starkregenereignissen in Österreich kommen dürfte.
Umso dringlicher ist die Umsetzung eines zeitgemäßen Hochwasserschutzes für die Grazer Bäche.


Die derzeitige Situation in Graz: 

  • Laut „Abflussuntersuchung Grazer Bäche“ (Hydroconsult, 1997) sind im Grazer Stadtgebiet bei einem 100-jährlichen HW-Ereignis über 1.000 Bauobjekte hochwassergefährdet.
  • Siedlungsdruck und Ausbau des Verkehrsnetzes haben zu einer Verschärfung der HW-Situation geführt.
  • Die ökologische Funktionsfähigkeit der Gewässer ist im Stadtgebiet über weite Strecken stark eingeschränkt bzw. nicht mehr gegeben. Abschnittsweise sind die Bäche verrohrt.
  • Die Erlebbarkeit und die Naherholungsfunktion der Bäche ist stark reduziert.


Ziele

Das Hauptziel des SAPRO ist das Erreichen eines bestmöglichen Hochwasserschutzes für die gefährdeten Objekte und Infrastruktureinrichtungen innerhalb der Stadt Graz.

Weitere Ziele sind die ökologische Aufwertung des Lebensraums Gewässer, z.B. Beseitigung von Hindernissen für Tiere und die Errichtung von Fischtreppen, sowie die Verbesserung der Naherholungs-Funktion an den Gewässern, z.B. Anlegen von Zugängen und  Geh- und Radwegen entlang der Bäche.

HQ100: Angestrebt wird ein Schutz bis zu 100-jährlichen Hochwasser-Ereignissen, was jedoch oftmals nicht flächendeckend machbar erscheint. 

Passiver Hochwasserschutz: Durch Hochwasserschutzmaßnahmen werden potentielle Schäden an Objekten verhindert, jedoch sollen die Überflutungsgebiete weitgehend erhalten bleiben.

Unter Beachtung der allgemeinen schutzwasserwirtschaftlichen Grundsätze werden folgende Maßnahmen im Hochwasserschutz bevorzugt:

  • Naturnahe Maßnahmen  
  • Passiver Hochwasserschutz 
  • Maßnahmen im Einzugsgebiet
  • Retentionsmaßnahmen 

Die Hochwasserschutzplanung erfolgt in Abstimmung mit der Raumordnung, Ökologie, Siedlungswasserwirtschaft und dem Katastrophenschutz.




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